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Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Brustkrebs

Dem Pharmakonzern Merck ist offenbar ein weiterer Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den Brustkrebs gelungen. Der in dem Unternehmen entwickelte Krebsimpfstoff Stimuvax, ist nun in die dritte Phase der klinischen Erprobung getreten. Jedes neue Medikament muss erst 3 Phasen der Erprobung am Menschen durchlaufen, ehe ein Zulassungsantrag gestellt werden kann. Erst wenn alle Phasen erfolgreich waren kann das Medikament in Produktion gehen und ist dann zugelassen und für alle erhältlich. 

In dieser Studie soll untersucht werden, ob der Wirkstoff bei Patienten mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium das Voranschreiten der Krankheit verzögern und so das Leben verlängern kann. Stimuvax gilt derzeit als großer Hoffnungsträger bei Merck. Es regt das Immunsystem an, das die Krebszellen identifizieren und angreifen soll. An dieser Studie nehmen über 900 Patienten in  mehr als 30 Ländern teil.

Sollte hier ein Durchbruch gelingen, so wäre das ein Hoffnungsschimmer für Millionen Frauen, die in der Angst leben eines Tages an Brustkrebs zu erkranken. Immerhin wird jede 10. Frau einmal in ihrem Leben mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Und immer noch sterben tausende von Frauen an den Folgen der Krankheit. Auch wenn die Vorsorge im Laufe der Zeit immer besser geworden ist, kommt es immer noch zu Todesfällen weil Tumore nicht oder zu spät erkannt wurden.

Könnte man sich durch eine Impfung vor dem Brustkrebs schützen können, so würde das eine gewaltige Entlastung der Gesundheitssysteme bedeuten. So bleibt nur zu hoffen, dass die klinischen Studien die Wirksamkeit von Stimuvax auch klar darlegen und das Mittel bald in die Produktion gehen kann.

Letzte Änderung: 2009-06-29 23:44
Verfasser: admin

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