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Mit Minilabors auf der Suche nach gefälschten Arzneimittel

Der Verein "Global Pharma Health Fund" (GPHF) in Frankfurt hat mit seine eigens entwickelten Labors seit Jahren tausende Leben gerettet. Das Labor helfe Kliniken und Organisationen überwiegend  in der Dritten Welt, Arzneimittelfälschungen zu entlarven, sagt Richard Jähnke, Apotheker und Projektmanager des vom Darmstädter Pharmaunternehmen Merck finanzierten Vereins.

Ein von Jähnke speziell dafür entwickeltes Minilabor, dass Medikamente auf 43 Wirkstoffe untersucht, deckt auf ,wenn Medikamente statt des angegebenen Inhalts wirkungslose Stoffe oder gar Gifte enthalten. Denn in der dritten Welt sind 10 bis 30 Prozent der Medikamente gefälscht. Das führt entweder dazu, dass die Arzneimittel entweder keine Wirkung zeigen oder die Patienten schlimmstenfalls sogar töten können.

Seit mehr als einem Jahrzehnt wurden nach GPHF-Angaben weltweit 325 dieser Koffersets in alle Welt verschickt. Darin befinden sich neben einer Labor-Grundausstattung mit Bechern und Glaskolben auch Chemikalien für verschiedene Testverfahren. Nach deutschen Standards sind sie oft bereits veraltet, aber für eine Prüfung ob ein Arzneimittel Gift enthält, reichen sie auf jeden Fall. Die Koffer wiegen gerade mal 20 Kilogramm, so dass man sie schnell an unterschiedliche Orte bringen kann.  
 
Die Grundidee sei es gewesen, kleinen Gesundheitsprojekten zu helfen. Gerade was Tuberkulose und Malaria angeht ist dies eine große Hilfe, denn hier seien besonders viele gefälschte Arzneimitteln im Umlauf. Jeder Todesfall der so verhindert werden kann ist dabei schon ein Erfolg. Da bei der medizinischen Grundversorgung in den Ländern der Dritten Welt noch so einiges im Argen liegt kann dies ein kleiner Schritt sein die Lage der Menschen dort zu verbessern.

Letzte Änderung: 2009-08-10 23:59
Verfasser: admin

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