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Siemens Healthcare stellt neue 3D Technik vor

Siemens Healthcare, kann mit seiner neuen 3D-Tomosynthese des Mammomat Inspiration, nun erstmals dreidimensionale Aufnahmen der Brust erzeugen. So können auch Tumore dargestellt werden, die bisher durch überlappendes Gewebe verdeckt waren. So wird die Diagnose sehr viel genauer und die Anzahl der so genannten Falsch-positiv-Befunde wird deutlich reduziert. Dies war oft genug der Grund für Brustamputationen, die sich im Nachhinein dann als unnötig erwiesen haben.

Bisher war es immer nur möglich, die konventionelle analoge Mammographie und die Aufnahmen mit der digitalen Vollfeld-Mammographie, auf zweidimensionaler Ebene abzubilden. Dies erschwert eine genaue Diagnose und es schränkt den Arzt in seinen Möglichkeiten ein, bestimmte Tumore zu erkennen, da die anatomischen Strukturen hier nicht sehr gut erkennbar sind. Hier war bisher immer die Erfahrung der Ärzte, im genauen Abschätzen von Tumoren sehr wichtig.

Das Gerät ermöglicht mehrere Projektionen der Brust aus verschiedenen Betrachtungswinkeln und generiert diese Rohdaten dann zu einem 3D Bild. Während der Untersuchung schwenkt das Gerät in einem 50° Bogen um die Brust und nimmt dabei bis zu 25 Einzelbilder mit sehr niedriger Dosis auf. Aus diesen Rohdaten wird dann ein hochauflösendes 3D Bild rekonstruiert. Durch die sehr hohe räumliche Auflösung und den großen Schwenkwinkelbereich, wird eine bisher unerreichte Bildqualität erreicht.

Die ersten Mammomat-Systeme wurden in Deutschland und Belgien bereits installiert. Dies scheint ein weiterer wichtiger Schritt zu sein, die vielen Fälle von Brustkrebs bei Frauen schneller und effizienter zu erkennen. Jede Technologie die hilft, Brustkrebs schneller und genauer zu diagnostizieren, ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Krebsbekämpfung.

Letzte Änderung: 2009-11-20 12:15
Verfasser: MedUni

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