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Rückrufaktion bei Wick Nasenspray
Jahreszeitlich bedingt benützen viele Menschen derzeit Schnupfensprays, sozusagen um sich wieder Luft zu verschaffen. Hierzu wurde nun bekannt, dass das bekannte Pharmaunternehmer Procter & Gamble, nach Bakterienfunden in seinem Wick „Sinex“ Nasenspray, eine umfangreiche Rückrufaktion gestartet hat. Laut dem Hersteller wurden in den Sprühflaschen mit 15 ml Inhalt, Bakterien gefunden. Diese könnte bei empfindlichen Menschen durchaus ernstere Infektionen auslösen.
Laut dem Hersteller, sind von dem Bakterienbefall immerhin 3 Produktionsserien betroffen. Diese waren für den deutschen, den britischen und den amerikanischen Markt vorgesehen. Diese Art von Rückrufaktion ist meist vorsorglich und erfolgt in der Regel schon ehe wirklich jemand erkrankt ist. Das Bakterium trägt den klangvollen Namen „Burkholderia cepacia“. In der Regel verursacht das Bakterium bei gesunden Menschen keinen gesundheitlichen Schaden. Es kann jedoch bei Menschen mit geschwächtem oder vorgeschädigtem Immunsystem, sowie mit Lungenerkrankungen wie zum Beispiel einer Mukoviszidose, Infektionen hervorrufen. Da jeder der ein Schnupfenspray benützt schon ein geschwächtes Immunsystem hat, kann es für jeden gesundheitlich bedenklich sein, es zu benützen. Denn ein gesunder Mensch greift für gewöhnlich nicht zu einem Medikament! Üblicherweise kommt dieses Bakterium im Grundwasser vor. In feuchter Umgebung kann es durchaus länger überleben.
Die Bakterienbelastung wurde bereits im Werk bei Routinekontrollen entdeckt und dies löste umgehend die Rückrufaktion aus. In so einem Fall wird dann meist die ganze Produktionsreihe wieder vom Markt genommen um jedes Risiko auszuschließen.
Verbraucher die Produkte gekauft haben können diese in ihrer Apotheke prüfen lassen. Da nur wenige Chargen davon betroffen sind, gibt es aber keinen Grund das Schnupfenspray gleich weg zu werfen.
Letzte Änderung des Artikels: 2009-11-27 15:32
Autor: MedUni
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