Das Pharmaverzeichnis in Österreich News

Die Pharmabranche in Österreich

Stetig steigende Kosten für Forschung und Entwicklung sowie billige Generika machen den Pharmaunternehmen das Leben schwer. Dabei sind Österreichs Pharmaunternehmen erstaunlich erfolgreich. Denn die Erträge steigen.
Lang andauernde und besonders kostenintensive Forschungen auf den Gebieten Arzneimittel und Healthcare prägen das Geschehen in der pharmazeutischen Industrie. Das birgt die Gefahr des Scheiterns ebenso wie Aussichten auf schöne Gewinne. Hohe Erträge fallen allerdings nicht vom Himmel – Österreichs Branchenkenner verweisen auf besonders hohe Investitionen und hohe Risiken für die Pharma Betriebe der Alpenrepublik: So beträgt hier die durchschnittliche Quote für Forschung und Entwicklung satte 8,2 Prozent des Umsatzes. Zum Vergleich: Der gesamteuropäische Durchschnitt in der Industrie liegt bei etwas über drei Prozent.
Auch in den Beschäftigungszahlen spiegelt sich der Trend nach mehr Innovationen deutlich wider: In Österreichs Pharma- und Biotechindustrie arbeiten derzeit etwa 25 000 Menschen. Auch dabei bewegt sich der Trend aufwärts. Statistik Austria berichtet von einem bisherigen Anstieg um fast 16 Prozent. Dabei handelt es sich oft um hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Allein in Wien sind etwa 400 Med-Tech- und Biotech-Unternehmen mit 20 000 Mitarbeitern angesiedelt. In ganz Österreich werden alljährlich Medikamente im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro produziert. Das Umsatzplus liegt bei etwa 6 Prozent. Neben den Produktionszahlen weisen auch die Import- und Exportzahlen nach oben, die Ausfuhren liegen dabei 12 Prozent über den Importen.
Als Nettoexporteur spürt Österreichs Pharma Industrie globale Trends ganz direkt: Eine milliardenschwere Fusionswelle geht einher mit massiven geopolitischen Verwerfungen.

Das Ende der Patente

Denn auch Umsatzverlusten sind zu verzeichnen. Sinkenden Erträgen im Russland- und Afrikageschäft stehen Erfolge auf stabilen europäischen, japanischen und amerikanischen Märkten gegenüber. Doch auch die werden stetig dynamischer, hat doch die Fusionswelle bisher ungeahnte Höhepunkte erreicht. Der Wert diverser Transaktionen liegt bei fast 200 Milliarden Euro – allein der US-Pharmariese Actavis ließ sich die Übernahme von Allergan 66,4 Milliarden USD oder von Forest Laboratories 23,6 Milliarden USD kosten. Die Gründe liegen neben immensen Forschungskosten in den auslaufenden Patenten gewinnträchtiger Medikamente – und die Kriegskassen der internationalen Pharmariesen sind proppenvoll. So werden die für Übernahmen vorgesehenen Mittel mit beeindruckenden 1,26 Billionen USD beziffert.

Kein Klagelied

Dennoch sind Klagelieder nicht vernehmbar. Allerdings sorgten diverse Skandale für Aufsehen in Österreich. Beispielsweise wurde eine brisante Studie publik, wonach die Höhe österreichischer Arzneimittelpreise im gesamteuropäischen Vergleich an dritter Stelle rangiert.
Abseits des „Big Pharma“ konzentrieren sich gerade renommierte österreichische Firmen auf ihre ureigenste Aufgabe – nämlich neue Medikamente und Hilfen gegen Krankheiten und für Healthcare zu finden.

Quellen:

www.wko.at

www.statistik.at

Letzte Änderung: 2017-01-23 23:57
Verfasser: admin

Diesen Eintrag kommentieren

Chuck Norris has counted to infinity. Twice.